"Mission Lifeline" - Vortrag am 11.Februar:

Schonungslose Einblicke

 

Mehr als 2200 Flüchtlinge sind im Jahr 2018 im Mittelmeer gestorben, die italienische Regierung schloss zwischenzeitlich die Häfen des Landes für die Schiffe von Hilfsorganisationen wie Sea-Watch oder Mission Lifeline. Auch in Deutschland hält die Diskussion um die Seenotrettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer an. Da die Schule ein Ort gesellschaftlicher Debatte ist, war mit Thomas Nuding ein erfahrener Kapitän zu Gast an unserer IGS, der den Jahrgängen 8 und 9 schonungslose Einblicke in den Alltag der Seenotretter bot.

 

Um das Ausmaß der Verzweiflung der Geflüchteten greifbar zu machen, hatte Nuding, der bereits mehrfach an Einsätzen von Organisationen wie Sea-Eye oder Mission Lifeline teilgenommen hat, in der Pausenhalle ein etwa 16 Meter langes Schlauchboot aufgebaut. Auf diesem hatten Flüchtlinge die gefährliche Überfahrt von Libyen nach Europa gewagt und waren von Nuding und seiner Crew gerettet worden. „Kein Europäer würde freiwillig in dieses Boot steigen,“ so Nuding, der auch berichtete, dass Schleuser die Flüchtlinge teilweise mit Waffengewalt auf die Boote zwängen.

 

In der Aula zeigte Nuding dann Bilder von Rettungsaktionen, an denen er beteiligt war, schilderte eindrücklich seine Erlebnisse und berichtete von Gesprächen mit Geflüchteten. Diese seien oft Opfer von libyschen Menschenhändlern, zum Teil gefoltert worden und fürchteten nichts mehr, als von der örtlichen Küstenwache wieder zurück in das nordafrikanische Land gebracht zu werden. Dort warteten Ausbeutung und Gewalt auf die Menschen, von denen einige geäußert hätten, lieber zu sterben als noch einmal nach Libyen zurückzukehren. Auch Fluchtursachen und deren mögliche Bekämpfung sprach Nuding in der gut gefüllten Aula an.

 

Während der anschließenden Fragerunde konnten die Anwesenden Fragen stellen wie die, was der Einzelne tun kann. Bewusstsein schaffen und spenden schade nie, so Nuding, der am Ende der Veranstaltung mit Applaus verabschiedet wurde.

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